1964 - 2016

Vereinsgeschichte

Über ein halbes Jahrhundert Erfolgsgeschichte hat der Judoclub Hallein/Tennengau bereits geschrieben. Und nicht ohne Grund gehört dieser Verein zu einen der erfolgreichtsen Judovereinen in Österreich...

1964 - 1965

AM ANFANG WAR DIE SPORTBEGEISTERUNG...

Im Bundesland Salzburg reichen die Ursprünge des Judosports bereits bis in das Jahr 1946 zurück. Anfang der 50er Jahre wurde die Judosektion beim Polizeisportverein der Stadt Salzburg - kurz PSV - gegründet. Einige sportbegeisterte Halleiner übten dort den Judosport aus. Adi Hiebaum, damals ein Mitglied der Österreichischen Nationalmann-schaft, hatte 1964 den Einfall, in Hallein einen eigenen Judoverein zu gründen, um so den faszinierenden Sport den Tennengauern nahe zu bringen.

Unter der Mitwirkung von Hermann Knapp, Günther Schwitzer, Alex Hegedüs sen. und Walter Hutzinger dauerte es nicht lange, bis dann die Idee im Oktober 1964 verwirklicht wurde. Im ersten Jahr trainierte man auf ausgeliehenen Ringermatten und war mit dem Aufbau des Judovereins enorm beschäftigt. Da die Gründungsmitglieder durchwegs Arbeiter waren, entschloss man sich, dem Verein ATSV Hallein als „Sektion Judo“ beizutreten. Damit schloss sich die Sektion gleichzeitig dem Dachverband ASKÖ an, dem größten Sport-dachverband Österreichs.

Aber erst nachdem die Durchführungsbe-stimmungen durch den erst vier Jahre davor gegründeten Judo Landesverband Salzburg überprüft und erfüllt wurden, konnte die neue ATSV-Sektion als neuer Judoverein in dem Österreichischen Judoverband (ÖJV) auf-genommen werden. Die Gründungsmitglieder ahnten damals noch nicht, dass sich durch ihre Initiative der heutige Judoclub Hallein/Tennen-gau mit seinen über 200 aktiven Mitgliedern zu einem der größten Judovereine im Bundesland Salzburg entwickeln würde.

bild-1

bild-2 Die Gründungsmitglieder (vl.: Walter Hutzinger, Adi Hiebaum, Günther Schwitzer, Alex Hegedüs sen., Hermann Knapp)

bild-3

bild-4 Trainer Adi Hiebaum

1966 - 1973

DER ERSTE ÖFFENTLICHE AUFTRITT IN DER JUDOSZENE...

1966 - zwei Jahre nach der Gründung - erhielt die Sektion Judo endlich ihre eigenen Judo- matten. Diese wurden vom ASKÖ Salzburg zur Verfügung gestellt. Durch den Trainingsfleiß der damaligen Mitglieder konnte am 2. Jänner 1966 beim ersten öffentlichen Auftritt in der Judo- szene bei einem Mannschaftsturnier in Bad Hofgastein der gute dritte Platz erkämpft werden. In dieser Mannschaft standen Walter Hutzinger, Günther Schwitzer, Alex Hegedüs sen., Franz Hemetinger und Adi Hiebaum. Im selben Jahr trat Karl Engelsberger dem Halleiner Verein bei. Da er mit Kindern sehr gut umgehen konnte, wurde er bereits ein Jahr später als Kindertrainer eingesetzt. Sogar im Alter von 78 Jahren stand „Charly“ noch dreimal in der Woche auf der Judomatte und vermittelte den Kindern die Grundbegriffe des Judosportes. Aufgrund seiner Verdienste wurde ihm anlässlich seines siebzigsten Geburtstages vom Österreichischen Judoverband der 5. Dan verliehen.

Unter der Leitung von Sektionsobmann Ing. Rudolf Voglmeier sowie der hervorragenden Arbeit des Trainers Adi Hiebaum ging es mit dem Judosport in Hallein steil bergauf. 1968 und 1969 wurde die Halleiner Herren- mannschaft Salzburger Landesmeister und qualifizierte sich dadurch für die Staatsliga. In der Halleiner Mannschaft kämpften Franz Krallinger, Franz Landertinger, Walter Hutzinger, Gerhard Kastner, Johann Hochradl, Josef Bernegger, Franz Hemetinger, Hermann Graspointner, Peter Windhofer, Leo Maultasch, Johann Weikl und Günther Schwitzer bis zum Abstieg aus der Staatsliga 1970.

Ein Jahr darauf gewann die Mannschaft erneut die Salzburger Landesliga. Im anschließenden Staatsliga-Aufstiegsturnier im Juli 1972 konnte das Halleiner Team in Wien gewinnen und stieg somit zum zweiten Mal in die Staatsliga auf. Franz Krallinger - zur damaligen Zeit der absolute Leistungsträger im Verein - wurde 1972 in das Nationalteam zur Teilnahme am Länderkampf Österreich gegen Frankreich und 1973 zu einem Intern. Mannschaftsturnier in Tiflis (Russland) eingeladen. Im Österreichischen Nationalteam kämpften damals Alfred Galler, Gerold Jungwirth, Edi Aellig, Hans Pollak und der Halleiner Franz Krallinger.

Der absolute Höhepunkt in der Österreichischen Bundesliga war im Jahr 1973 der starke vierte Gesamtrang in der Endtabelle. In dieser Mannschaft kämpfte im Schwergewicht auch der damalige Trainer und mehrfache EM- Medaillengewinner Erich Butka.

bild-5

bild-6

bild-7 Charly Engelsberger

Franz Landertinger demonstriert einen Kani Basami (Beinschere)

Sportler-Ehrung durch Landeshauptmann Karl Steinocher

Landesliga-Mannschaft 1968

Trainer Adi Hiebaum und Franz Krallinger

Die erste offizielle Judomannschaft (1966)

Landesligamannschaft ’69/’70

Rupert Brunauer wirft einen perfekten Uchi Mata

Staatsliga-Mannschaft 1972

Nationalteamkämpfer Franz Krallinger (2. v.l.) beim Internationalen Mannschaftsturnier in Tifli

Judovorführung auf der Ringermatte im Freien

1974

DIE ERFOLGREICHE ARBEIT IM NACHWUCHSBEREICH

Anfang der 70er Jahre wurde mit dem Bau der heutigen „Thomas Stangassinger Halle“ begonnen. Die Mitglieder des Judovereines leisteten damals viele unentgeltliche Stunden, wodurch diese Sporthalle mit geringen Mitteln errichtet werden konnte. Leider steht diese Sporthalle dem Verein für Trainingszwecke heute nicht mehr zur Verfügung.

Aufgrund von Rücktritten im Vorstand und Mangel an finanziellen Mitteln stieg die Judosektion des ATSV Anfang 1974 freiwillig aus der Staatsliga aus. In den folgenden Jahren wurde dafür sehr intensiv im Nachwuchsbereich gearbeitet. Viele Tennengauer Nachwuchssportler waren bei den verschiedensten nationalen und internationalen Turnieren vertreten. Es gab auch einige sehr gute Platzierungen bei Österreichischen Meisterschaften.

Die sportlichen Aushängeschilder des Vereines waren damals Peter und Erna Lessacher, Gerhard und Hildegard Hettegger, Heini Bonecker, Andreas Golser und Alex Hegedüs jun.

Heute zeichnet sich der Judoverein durch die Nachwuchsarbeit besonders aus; dafür spricht auch der ständige Zuwachs von interessierten Kindern und Jugendlichen.

bild-18 Judokas beim Bau der Stangassinger-Halle

bild-19 Der vierjährige Alex Hegedüs jun. wirft seinen Trainer Charly

1975 - 1988

ERSTE WEIBLICHE STAATSMEISTERIN

Die damalige Herrenmannschaft, bestehend aus den Kämpfern Manfred Mayrhofer, Erich Schrofner, Christian Schulz, Matthias Singer, Johann Angerer, Franz Hemetinger, Rupert Brunauer, Franz Krallinger und Alex Hegedüs sen. - um nur einige zu nennen - kämpfte mit gutem Erfolg in der Landesliga A.

Im Damenbereich war Erna Lessacher sehr erfolgreich. Sie wurde 1975 Staatsmeisterin in der Allgemeinen Klasse und konnte sich in den folgenden Jahren noch mehrmals platzieren. Der Höhepunkt war jedoch die Teilnahme bei den Damen-Europameisterschaften 1976 in Wien und 1977 in Belgien.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens wurden am 22. September 1984 ein Internationales Jugend-Einzelturnier und ein Mannschaftsturnier in der Salzberghalle in Hallein veranstaltet. Das Mannschaftsturnier konnte die Halleiner Mannschaft für sich entscheiden.

bild-20 Alex Hegedüs (3. v.r. stehend) 1981 im Salzburger Schülerkader

bild-21 Die erfolgreichen Halleiner Kämpfer gewannen im Lungau-Cup 1983 die Vereinswertung

bild-22 Landesliga-Mannschaft 1986

1989 - 1992

DOPPELOLYMPIASIEGER PETER SEISENBACHER IN ADNET

Auf Initiative des damaligen Trainers Matthias Singer gründete die Judosektion in der Nachbargemeinde Adnet im Jahr 1987 eine Zweigstelle. In den ersten Monaten tummelten sich über 90 Schüler und Jugendliche auf der Judomatte im Turnsaal der Volksschule Adnet.

Judo ist weltweit einer der beliebtesten Sportarten; daher ist dieser Kampfsport seit 1964 als olympische Disziplin anerkannt. Durch die Olympiasiege 1984 und 1988 von Peter Seisenbacher wurde in ganz Österreich ein wahrer Judo-Boom ausgelöst.

Auf Einladung von Cheftrainer Matthias Singer besuchte im Herbst 1989 der Doppel-Olympiasieger die Zweigstelle Adnet. Der Spitzensportler gab eine Autogrammstunde und am Abend führte er ein Schautraining mit über 80 begeisterten Judokindern durch. Im Dezember 1988 wurde Hermann Knapp, Gründungsmitglied des Halleiner Judovereines und Träger des 8. Dan, zum Österreichischen Kampfrichterchef gewählt. Hermann Knapp war schon damals Internationaler Kampfrichter und konnte zu diesem Zeitpunkt bereits auf unzählige Europameisterschafts- und Europacup-Einsätze zurückblicken.

Ein großer Erfolg war der erste Selbstverteidigungskurs für Frauen in Adnet im Jahre 1989, der von Hermann Knapp und Albert Ziller geleitet wurde. An diesem Kurs nahmen über 60 Damen jeder Altersgruppe teil. Auch die weiteren Selbstverteidigungskurse, die vom Verein veranstaltet wurden, waren sehr gut besucht und es konnten auf diese Art und Weise immer wieder neue Mitglieder für den Judoverein gewonnen werden.

bild-23

bild-24

Hermann Knapp wurde 1988 Österreichischer Kampfrichterchef

Doppel-Olympiasieger Peter Seisenbacher bei der Autogrammstunde

Peter Seisenbacher

Peter Seisenbacher wirft Trainer Matthias Singer mit Tomoe Nage

1993

DER „JUDOCLUB HALLEIN/TENNENGAU“ WURDE GEGRÜNDET

Von 1990 bis 1992 wurde einmal im Jahr unter freiem Himmel das „Adneter Marmorturnier“ für Mixed-Mannschaften durchgeführt. Bei einem Mixed-Mannschafts-Turnier können Männer und Frauen in einer Mannschaft kämpfen. Die Halleiner Mannschaft konnte das Turnier jedes Mal für sich gewinnen. Viele Kämpfer von damals werden sich heute noch an die von der Sonne aufgeheizte Matte erinnern, die so heiß war, dass sie keine Inaktivität zuließ.

Aufgrund von Uneinigkeiten war die Judosektion 1993 leider gezwungen, sich vom ATSV Hallein mit all seinen Mitgliedern zu trennen. Was Anfangs eine schwere Herausforderung an die Judo-Funktionäre war, stellte sich später als völlig richtige Entscheidung heraus: Fast 30 Jahre nach der Sektionsgründung wurde der Judoverein selbstständig. Die Gründungsversammlung des neuen „Judoclub Hallein/Tennengau“ fand am 12. Februar 1993 im Gasthaus Seidenau in Adnet statt. Noch im gleichen Jahr wurden nach dem Vorbild des Adneter Standortes zwei neue Zweigstellen in Abtenau und Golling eröffnet.

Aufgrund dieser Expansionen und der stetig steigenden Mitgliederzahlen wurde der „Judoclub Hallein/Tennengau“ bald zu einem der größten Judovereine im Landesverband Salzburg.

Zweigstellenleiter in Abtenau wurde Lehrwart Klaus Helmich und in Golling Lehrwart Günter Höllbacher.

Im November 1993 wurde die erste Bezirksmeisterschaft für Schüler und Jugendliche in Hallein organisiert. Diese Meisterschaft war gerade für viele junge Judo-Einsteiger ihr erstes Turnier und somit auch die erste Vorbereitung für den Salzburger Nachwuchscup und weiteren größeren Turnieren. Aufgrund des Erfolges beschloss man, dieses Turnier alljährlich auszurichten.

2005 entwickelte sich aus der Bezirksmeisterschaft ein Cup mit zuerst drei und dann vier Runden. Ab dem Jahr 2011 wurde dieser Cup erweitert; nunmehr nehmen junge kampfbegeisterte Judoka aus den Vereinen PSV Salzburg, JC Mattighofen, JC Piesendorf, JC Teisendorf, Judo-Gym Seekirchen, JC Berchtesgarden daran teil. Somit kommt der Judoclub Hallein/Tennengau auf eine Starterzahl von bis zu 120 Teilnehmern pro Cup-Runde.

Die siegreiche Mannschaft beim Adneter Marmor-Turnier 1991

1994 - 2001

JUDO FÜR MENSCHEN MIT BEEINTRÄCHTIGUNG

Was den Judoclub Hallein/Tennengau besonders auszeichnet, ist die Arbeit mit körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen. Judo ist ein Sport, der keine Einschränkungen kennt und der Judoclub Hallein/Tennengau nimmt seit nunmehr 20 Jahren eine Vorreiterrolle zu diesem Thema in Österreich ein. Seit 1994 wird im Verein ein Judotraining für Menschen mit Beeinträchtigung angeboten.

Judo ist nicht nur ein Wettkampfsport, sondern es gilt auch, sich genauer mit der Vielzahl an Techniken und der Theorie zu befassen. Nur wer sich diesen Herausforderungen in mehrmonatigen Intensivkursen stellt, kann in schwierigen Prüfungen einen neuen Meistergrad - den sogenannten Dan - erlangen.

Herausragende Leistungen wurden gerade auch von den „Oldies“ im Judoclub Hallein/Tennengau vollbracht. So bestanden der Kindertrainer Charly Engelsberger mit 66 Jahren und Alex Hegedüs sen. mit 59 Jahren 1995 die Prüfung zum 4. Dan souverän.

Auch Hans Weikl konnte 2003 mit 62 Jahren die Prüfung zum 3. Dan erfolgreich ablegen.

Anlässlich des 30-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltete der Verein 1994 die ASKÖ-Landesmeisterschaft, einen Oldies-Abend sowie ein internationales Mannschaftsturnier. Alle Veranstaltungen waren ein voller Erfolg. Beim Oldies-Abend konnten damals von Obmann Manfred Mayrhofer über 400 Besucher im Festzelt in Adnet begrüßt werden. Auch der Oldies-Abend im Halleiner Zieglstadl 1996 mit DJ Joe Kleffner und Rock’n’Roll-Akrobatik-Einlagen wird vielen noch in Erinnerung sein.

bild-30 Judo-Kader im Jubiläumsjahr 1994

2002 - 2003

EINE NEUE SPORTSTÄTTE FÜR DIE ZWEIGSTELLE ADNET

Nach 22-jähriger Trainertätigkeit übernahm Matthias Singer im Frühjahr 2001 die Funktion des Obmannes. Als erste große Herausforderung für ihn war die Organisation des Livekonzertes mit dem Duo „Waterloo & Robinson“, welches am 4. Mai 2001 auf dem Parkplatz beim Gasthaus Neualmerhof in einem großen Festzelt veranstaltet wurde.

Auf Initiative des damaligen Adneter Bürgermeisters Erwin Brunauer wurde in Adnet zwischen 2001 und 2002 ein neues Sportheim errichtet. Beim Bau legten viele Mitglieder des Judoclubs unzählige freiwillige Schichten ein. Von der Gemeinde Adnet wurden dem Judoverein ein wunderschönes Dojo und eine Kraftkammer im Sportheim zur Verfügung gestellt.

2003 konnte mit der Firma Kaindl ein Sponsor gefunden werden, der sozial schwachen Kindern mit schwierigen Verhaltensweisen das Judotraining ermöglichte. Auch diese Organisation zeigt das Bestreben des Judovereins auf, dass er den faszinierenden Kampfsport jedem zugänglich machen möchte.

bild-31 Obmannwechsel 2001: Manfred Mayerhofer übergibt an Matthias Singer

bild-32 Livekonzert mit dem Duo „Waterloo & Robinson“ 2001

Bau des neuen Sportheims 2002

Kraftkammer im Adneter Sportheim

2006 - 2007

ERSTE WETTKAMPFERFAHRUNGEN FÜR DIE ALLERKLEINSTEN

Der Tennengauer Bezirkscup bot für die Judo-Einsteiger im Nachwuchsbereich eine tolle Möglichkeit, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Für die ganz Kleinen unter dem Judo-Nachwuchs dachten sich die Funktionäre der Zweigstelle Adnet etwas ganz Besonderes aus und führten 2006 das mittlerweile zur Tradition gewordene „Osterhasenturnier“ am Ostermontag ein. Dieses Turnier findet seit jeher im Adneter Dojo statt und trotz Platzmangels gab es 2012 einen Teilnehmerrekord von 76 jungen Judoka, die neben den Zweigstellen das Judoclub Hallein/Tennengau auch aus den Vereinen ESV Radstadt, Judo Gym Seekirchen, JC Bürmoos und JC Piesendorf kamen.

Erstaunlich ist es, dass oft auch schon bei den Kleinsten ein schönes Judo gezeigt wird.

CSIT-Weltmeisterschaft 2006 in Perugia (Italien): Bronze für Peter Harlander und Silber für Andrea Kufner

Nachwuchscup-Sieger 2006: Jenny Grafenauer, Justin Bauer und Yvonne Gedl (v.l.)

ÖM-Silber für Peter Harlander 2006 in Wolfsberg (Steiermark)

Halleiner Judonachwuchs 2007 mit denTrainern Charly Engelsberger, Sepp Glaser und Andi Seidl

Siegerehrung beim Osterhastenturnier 2009

2008 - 2009

EVENTS AUCH AUSSERHALB DER JUDOMATTE

Der Judoclub Hallein/Tennengau zeichnet sich durch die hohe Anzahl an Dan-Trägern aus. Im Februar 2008 wurde sogar im Adneter Dojo die erste Salzburger Kata-Landesmeisterschaft durchgeführt. Katas sind Vorführungen von Judotechniken und Bestandteil der Dan-Prüfung.

So viele Veranstaltungen wie im Jahr 2008 wurden im Judoverein vorher noch nie organisiert. Vor allem nationale und internationale Turniere wurden von den Nachwuchs-Kämpfern beschickt. Viele Top-Platzierungen konnten dabei errungen werden.

Ab 2008 entschloss man sich, vermehrt auch außerhalb der Judomatte etliche Veranstaltungen zu organisieren. Besondere Highlights waren Eishockeyspiele, Beachvolleyball-Turniere, die Teilnahme an den Fußballturnieren für Adneter Vereine, Judovorführungen beim Adneter Dorffest, Grillfeiern auf der Seiwald-Ranch, der Vereinsausflug nach Tschechien, der Besuch der Judo Europameisterschaft 2010 in Wien, die jährlichen Fackelwanderungen auf die Schlenkenalm, Canyoning- und Rafting-Touren, mehrmalige Teilnahmen am Schauffei-Ranggeln in Kuchl, ein Besuch am Hochseilgarten in Anif sowie Ski- und Rodeltage und die Teilnahme am Wiestalman-Triathlon - um nur einige zu nennen. Gerade solche Veranstaltungen fördern den Teamgeist und den Vereinszusammenhalt.

Eine bleibende Einrichtung für die Tennengauer Judoka ist auch das jährliche kleine Trainingslager im Dojo mit den Judofreunden aus Bad Pirawarth geworden, denen die Halleiner Kämpfer auch immer einen Gegenbesuch abstatten.

Das Trattberger Trainingslager, welches von der Zweigstelle Golling regelmäßig durchgeführt wird, erfreut sich beim Nachwuchs großer Beliebtheit.

Die beiden vom Verein organisierten Kameradschaftsranggeln 2006 und 2008 in Adnet, wo der Judoka Peter Harlander sogar einmal „Hogmoar" wurde, lockten viele Zuschauer an und waren gelungene Veranstaltungen.

Im Herbst 2009 veranstaltete der JC Hallein/Tennengau ein Benefizkonzert in der Adneter Stockhalle. Die allseits bekannte und beliebte Meissnitzer-Band und die Band Voigas-Zruck heizten den ca. 800 Besuchern kräftig ein. Der Reinerlös dieser Veranstaltung kam einer vom Schicksal betroffenen Judofamilie zugute.

bild-44 Trainer Klaus Helmich beim Trattberg-Camp 2007

bild-45 Peter Harlander erkämpfte 2008 beim Internationalen Turnier in Udine (Italien) die Silbermedaille

Benefizkonzert 2009 mit der Meissnitzer-Band in der Adneter Stockhalle

Canyoning 2010

Peter Harlander wurde 2008 „Hogmoar“ beim Adneter Kameradschaftsranggeln

Judovorführung beim Adneter Dorffest 2009

Schitag 2012 im Schizentrum Krispl/Gaissau

Fackelwanderung 2013

Schlittenfahren 2010 in Abtenau

Judo-Vorführung beim Adneter Dorffest 2013

2010

VIER TITEL BEI DER SENIOREN ÖM IN LINZ

Beim Jubiläum 50 Jahre Judolandesverband Salzburg wurden vom JC Hallein/Tennengau der Obmann Stv. Mag. Andreas Bernhofer, Burgi Singer, Andreas Seidl und Peter Schustereder mit dem Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Weiters wurde dem Ehrenobmann Günther Schwitzer und dem Ehrenmitglied Herman Knapp ein Ehrengeschenk für ihre Verdienste um den Judosport überreicht.

Bei den Österreichischen Masters in Linz im Jahre 2010 wurden gleich vier Mitglieder des Vereines - Günter Höllbacher, Horst Kendler, Peter Buchegger sowie Matthias Singer - mit der Goldmedaille belohnt.

bild-56 Ehrung verdienter Funktionäre beim 50 jährigen Landesverbands-Jubiläum

bild-57 Vier Titel für den Judoclub Hallein/Tennengau bei den Österreichischen Senioren-Meisterschaften 2010 in Linz

2011

EJU PRÄSIDENT STATTET TRAININGSBESUCH AB

Zu Jahresbeginn 2011 wurde dem Judoclub Hallein/Tennengau eine große Ehre zuteil: Sergey Soloveychik, Präsident der Europäischen Judounion (EJU), kam auf Einladung von Obmann Matthias Singer zu einem Trainingsbesuch in das Adneter Dojo. Herr Soloveychik zeigte sichtlich viel Freude bei diesem schweißtreibenden Sondertraining.

Nach monatelanger Vorbereitungszeit fand am 8. Oktober 2011 in Hallein das erste Internationale Judoturnier für Menschen mit Behinderung statt. Es war das erste Judoturnier dieser Art in Österreich. Dieses Turnier war zugleich ein Gedenkturnier an den verstorbenen Rollstuhlfahrer Wolfgang Strobl. Nach dem Erfolg dieses beeindruckenden Turniers hatte der Judolcub Hallein/Tennengau beschlossen, diese Veranstaltung alljährlich fortzusetzen. Bei solchen Veranstaltungen kann man die erstaunliche Leistung der gehandicapten Sportler sowie ihre Freude am Judosport beobachten; die Arbeit mit behinderten Menschen gehört neben der Nachwuchsarbeit zu den wichtigsten Aufgaben des Judoclub Hallein/Tennengau.

bild-58 EJU-Präsident Sergey Soloveychik zu Besuch in Adnet

bild-59 Erstes Internationales G-Judo-Turnier in Österreich 2011

2012 - 2013

HALLEIN IN DER OBERÖSTERREICHISCHEN LANDESLIGA

Um das Leistungsniveau der Kampfmannschaft zu heben und zu stabilisieren, entschloss sich die Vereinsführung im Jahr 2012 zur Teilnahme an der Oberösterreichischen Landesliga B. Unter dem Motto „Wir sind ein bärenstarkes Team“ kämpften Peter Harlander, Julian Hamernik, Talha Günes, Zdravko Mijic, Clemens Mahringer, Florian Buchegger und viele mehr als motivierte Mannschaft gegen die verschiedensten Judo-Mannschaften in Oberösterreich. Die Halleiner Mannschaft konnte sich in diesem Jahr den dritten Gesamtplatz sichern. Auch im Folgejahr wurde das „Bärenstarke Team“ wieder in die Landesliga B eingeladen, wo die Halleiner den dritten Tabellenplatz verteidigen konnten.

Die Kraftkammer wurde auf Initiative von Obmann Matthias Singer vom Adneter Bürgermeister Wolfgang Auer im Jahre 2012 großzügig erweitert. Aufgrund dieser optimalen Trainingsbedingungen ist bei den Kämpfern des Judoclub Hallein/Tennengau eine merkliche Leistungssteigerung festzustellen. Auch die jährliche Schulung des Österreichischen Dan-Kollegiums findet durch die zentrale Lage im Adneter Dojo großen Anklang.

2012 legten gleich fünf Vereinsmitglieder – nämlich Babsi Buchegger, Andi Seidl, Zdravko Mijic, Clemens Mahringer und Talha Günes - die Prüfung zum Übungsleiter ab.

Anfang 2013 wurde nach Vorbild der Oberösterreichischen Landesliga auf Initiative mehrerer Salzburger Vereine die Salzburger Schülerliga für Mixed-Mannschaften gegründet. Ihre Premiere hatte sie im April in Hallein.

Insgesamt sechs Mannschaften gaben ihre Nennung für diesen neu gegründeten Bewerb ab. Im Jubiläumsjahr 2014 konnte die Halleiner Nachwuchsmannschaft den Salzburger-Vizemeistertitel holen.

2013 wurde der Ankauf eines eigenen Vereinsbusses durch eine Bausteinaktion und der großzügigen Projektförderung der Stadtgemeinde Hallein ermöglicht, wodurch der Transport zu den nationalen und internationalen Turnieren wesentlich erleichtert wurde. Der Kauf dieses Busses war unumgänglich, da der letzte Vereinsbus nach seinem jahrelangen Einsatz sehr reparaturanfällig wurde.

Im September 2013 wurde eine besondere Idee vom Judoclub Hallein/Tennengau umgesetzt: Der Landesverband Salzburg richtete in der Adneter Stockhalle erstmals eine Masters-Landesmeisterschaft aus, bei denen die "Oldies" ihr Können unter Beweis stellen konnten. Die Premiere lief hervorragend, daher nahm der Salzburger Landesverband auch diese Disziplin ins Veranstaltungsprogramm auf.

2014 erreichten die Halleiner Nachwuchssportler beim Salzburger Nachwuchscup den beachtlichen dritten Gesamtrang von 13 Vereinen.

Besonders stolz ist der Verein auf seine aktuelle Kampfmannschaft, die im Jubiläumsjahr den Meistertitel in der Salzburger Landesliga errang.

bild-60 Norbert Stocker (r.) erreichte den fünften Platz bei der Masters-EM 2011 in Leibnitz

bild-61

Julian Hamernik beim Judo Europacup-Turnier Juniors in A Coruña 2012

Premiere bei der Oberösterreichischen Landesliga B im Jahr 2012

Peter Harlander in der Siegerpose

Das Polizei-Nationalteam (mit Peter Harlander) erreichte den dritten Platz beim Teambewerb für Einsatzorganisationen 2012 in Moskau

Die neuen glücklichen Dan-Träger des Judoclub Hallein/Tennengau nach bestandener Prüfung 2013

Die Halleiner Teilnehmer bei der ersten Salzburger Masters-LM 2013 in Adnet

Schlüsselübergabe 2013 durch Bürgermeister Gerhard Anzengruber an Obmann Matthias Singer für den neuen Vereinsbus

Vizemeistertitel in der Salzburger Schülerliga 2014

Rekord-Starterzahl beim Eurolab Cup 2014 in der Polytechnischen Schule Hallein

Halleiner Mannschaft mit Fanclub in der Oberösterreichischen Landesliga B 2012

2014 BIS HEUTE

NEUER IJF-KAMPFRICHTER

Der junge Bundeskampfrichter und Schülertrainer der Zweigstelle Golling, Mag. Andi Bernhofer, konnte 2014 in St. Petersburg (Russland) beim Europacup der Junioren die Prüfung zum IJF-Kampfrichter erfolgreich ablegen.

Mit Landeskampfrichter Clemens Mahringer und Internationalen Kampfrichter Andi Bernhofer verfügt der Judoverein somit über zwei aktive Referees.

In den letzten fünf Jahren gab es gleich vier Judo-Hochzeiten: Andreas und Verena Bernhofer, Matthias und Burgi Singer, Norbert und Steffi Stocker, sowie Peter und Claudia Harlander. Bei allen Hochzeiten standen Judoka des Halleiner Judovereins Spalier - natürlich im Judogi. Bei einem halben Jahrhundert Vereinsbestehen gibt es aber leider nicht nur Erfreuliches zu berichten: 2006 verstarb der einstige Sektionsobmann und Trainer Hans Weikl, Ende 2007 der langjährige Kindertrainer Charly Engelsberger und 2008 Zweigstellenleiter Klaus Helmich; für jeden Trainer wurde in den letzten drei Jahren ein Gedenkturnier veranstaltet.

Ende 2008 musste die Zweigstelle Abtenau aufgelassen werden, da keine Trainer mehr zur Verfügung standen.

Völlig unerwartet war 2013 auch das viel zu frühe Ableben von Landeskampfrichter Peter Schustereder. Die Mitglieder des Judoclub Hallein/Tennengau werden sie und ihre geleistete Arbeit im Judoverein immer in Erinnerung behalten.

DER JUDOCLUB HALLEIN/TENNENGAU HEUTE

Heute gehört der Judoclub Hallein/Tennengau mit seinen über 230 Mitgliedern in den Zweigstellen Hallein, Golling und Adnet zu den größten Judovereinen im Bundesland Salzburg.

Als Hauptaufgabe betrachtet der Verein die Förderung des Nachwuchs- und Breitensportes. Ein weiteres Bestreben ist es, aus den eigenen Reihen Judokämpfer mit hohem Leistungsniveau heranzubilden. Die jährliche Teilnahme an Trainerfortbildungs- und Dan-Kursen sowie verschiedene Trainingslager im In- und Ausland tragen zu diesem Vorhaben bei.

Auch organisatorisch ist der Judoclub Hallein/Tennengau heute gut aufgestellt: Mit Christine Höllbacher und Verena Bernhofer hat der Judoclub eigene ausgebildete Wettkampfleiterinnen. Durch den Sportlichen Leiter Günter Höllbacher werden alle sportlichen Aktivitäten professionell koordiniert. Bei vereinseigenen Turnieren verfügt der Verein über innovative Technologien mit den digitalen Turnier-Anzeigetafeln.

Judo ist eine vielseitige Sportart und die Trainer bemühen sich, in den jeweiligen Altersgruppen spezifische Trainingsmethoden anzuwenden z.B. spielerische Elemente für den Einstieg.

Um insbesondere die Nachwuchskämpfer zu guten Trainingsleistungen zu motivieren, wurde im Frühjahr 2013 ein Schüler-Kader eingeführt, wobei jedes Kadermitglied ein eigenes Abzeichen für den Kimono erhält.

Regelmässig beteiligt sich der Judoclub Hallein/Tennengau auch an der LSO-Aktion „Schule und Sport“ in diversen Tennengauer Schulen.

Weiters bietet der Verein die faszinierende Sportart „Judo“ auf Anfrage bei Projekttagen in Tennengauer Schulen an.

bild-72 Hans Weikl Gedenkturnier 2011

bild-73 Charly Engelsberger Gedenkturnier 2013

bild-74 Charly Engelsberger Gedenkturnier 2013

bild-75 IJF-Kampfrichter Mag. Andreas Bernhofer

bild-76 LSO-Aktion „Schule und Sport“ : Zweigstellenleiter Andi Seidl zeigt den Schülern der Hauptschule Neualm Grundtechniken des Judosports

bild-77 Der Schülerkader 2014 mit von Anton Rupitsch (l.) gesponserten weißen Sweatern

Andreas und Verena Bernhofer 2010

Peter und Claudia Harlander 2013

Norbert und Steffi Stocker 2012

Matthias und Burgi Singer 2011

Die Ürsprünge eines neuen Kampfsportes

Eine kleine Geschichte über Judo

Wie eine Auswahl von Techniken aus dem Jiu-Jitsu zu eines der erfolgreichsten Sportarten wurde...

weiter

Alles, was man über Judo wissen muss

Wissenswertes

mehr