Die Judotechniken lassen sich grob unterteilen:
Nage Waza
Wurftechniken - Sie dient dazu, den Partner vom Stand in die Bodenlage zu bringen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Ziel ist es, mit einer Wurftechnik ein Ippon zu erzielen. Man untescheidet zwischen verschiedene Wurftechniken:
• Tachi-waza - Zu dieser Gruppe gehören alle Bein- und Fußwürfe (Ashi-waza), Hüftwürfe (Koshi-waza) und Hand- und Armwürfe (Te-waza).
• Sutemi-waza (Selbstfallwürfe) - Hier wird in zwei Sutemi-waza unterschieden: Selbstfallwürfe zur Seite (Yoko-sutemi-waza) und Selbstfallwürfe nach hinten (Ma-sutemi-waza)
• Makikomi-waza (Mitfalltechniken)
• Beingreiftechniken - Achtung: Seit der neuen Regeländerung darf man nicht mehr auf die Hose greifen.
Ne Waza
Bodentechniken - Man unterscheidet zwischen drei Arten der Bodentechniken:
• Osae-komi-waza (Festhaltetechniken) - Der Partner wird am Boden so festgehalten, dass er am Boden mit dem Rücken fixiert ist. Ziel ist es, den Partner solange festzuhalten, bis eine bestimmte Zeit vergangen ist (in der Regel 25 Sekunden für Ippon) oder der Partner aufgibt.
• Kansetsu-waza (Hebeltechniken) - Gehebelt darf nur das Ellbogengelenk werden, wobei die Schulter fixiert ist. Bei einer Hebeltechnik wird ein kontrollierter Druck gegen das Gelenk aufgebracht, dieser löst dann einen Schmerz beim Partner aus. Der Hebel ist sofort zu lösen, wenn der Partner durch Abklopfen mit der flachen Hand auf der Matte oder am Partner aufgibt.
• Shime-waza (Würgetechniken) - Bei Würgetechniken wird mit dem Unterarm(en) ein kontrollierter Druck auf die Halsschlagader ausgeübt. Diese Würgetechniken können die Blutzufuhr zum Gehirn veringern, daher ist der Partner zur Aufgabe durch Abklopfen gezwungen.
Ukemi Waza
Falltechniken 受け身- Jeder Judoka sollte die richtige Falltechnik beherrschen, um sich bei den Wurftechniken nicht zu verletzen. Daher wird für einen Anfänger die Fallschule beigebracht. Diese beinhaltet den richtigen Fall zur Seite (Yoko-ukemi - 横受身), vorwärts (Mae-ukemi - 前受身) und rückwärts (Ushiro-ukemi - 後ろ受身) sowie die Judorolle. Im modernen Judosport gibt es drei Wertungen: Yuko, Waza-ari und Ippon. Vor der aktuellen Regeländerung des IJF (Internationaler Judoföderation) gab es vier Wertungen, also Koka (Kleiner technischer Vorteil), Yuko (Großer Technischer Vorteil), Waza-ari und Ippon.
Yuko
Yuko ist ein technischer Vorteil.
Selbst 10 Yuko sind weniger Wert als die nächst höhere Wertung Wazari.
Waza-ari
技有りWaza-ari ist ein halber Punkt.
Zwei Waza-ari ergeben zusammen ein Ippon, einen ganzen Punkt und somit einen Sieg.
Ippon
Ippon ist ein ganzer Punkt.
Mit einem Ippon erreicht man direkt einen Sieg.
Wertungen
Im modernen Judosport gibt es drei Wertungen: Yuko, Waza-ari und Ippon. Vor der aktuellen Regeländerung des IJF (Internationaler Judoföderation) gab es vier Wertungen, also Koka (Kleiner technischer Vorteil), Yuko (Großer Technischer Vorteil), Waza-ari und Ippon.
Yuko
Yuko ist ein technischer Vorteil.
Selbst 10 Yuko sind weniger Wert als die nächst höhere Wertung Wazari.
Waza-ari 技有り
Waza-ari ist ein halber Punkt.
Zwei Waza-ari ergeben zusammen ein Ippon, einen ganzen Punkt und somit einen Sieg.
Ippon 一本
Ippon ist ein ganzer Punkt.
Mit einem Ippon erreicht man direkt einen Sieg.