Judo für Menschen mit Beeinträchtigung

G-Judo

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„G-Judo“ - dieser Begriff stammt aus dem Niederländischen und heißt dort frei übersetzt: „Judo mit einem Handicap“ oder auch: „Gehandicapt Judo“.

Der Judoclub Hallein/Tennengau bietet in der Polytechnische Schule Hallein ein Judo-Training für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen an. Die Sektion „G-Judo“ ist dabei auch international in verschiedenen Turnieren vertreten.

Training:

Montag 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Trainingsstätte

Polytechnische Schule Hallein

Info

Gerold Knapp, 0664 1424541

Geschichte unserer Sektion

Im Frühjahr 1994 fand auf Ansuchen von Frau Ute Renoth, Obfrau des Zivilinvaliden-Verbandes Tennengau, der erste  Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Beeinträchtigung statt. Da dieser Kurs großen Anklang fand, entwickelte sich daraus ein regelmässiges Training. Es dauerte nicht lange und die Regionalpresse interessierte sich für die Sportler. Auch der ORF zeigte Interesse und brachte Berichte im Fernsehen und im Radio. Europameister Patrick Reiter und Landesrat für Kultur und Sport, Herrn Othmar Raus, statteten Trainingsbesuche ab.

foto_jfb-14 Uthe Renoth (l.)

Die ersten Gürtelprüfungen

Bereits im ersten Jahr wurden aus den Kursteilnehmern ordentliche Mitglieder des Judoclub Hallein/Tennengau. Nun standen alle Wege offen, da man auch mit Gürtelprüfungen beginnen konnte. 

Mit der Zeit kamen viele Einladungen , bei denen die erlernten Techniken vorgeführt wurden. Highlights waren die Vorführungen  bei der Salzburger Judo-Landesmeisterschaft 1996, der 40-Jahrfeier der Landesgruppe des Österreichischen Zivilinvaliden-Verbandes in Seekirchen, 2002 bei der Eröffnungsfeier des Adneter Sportheimes und beim Bundesliga-Finale in Strasswalchen 2006.

Im April 1997 wurde die erste Gürtelprüfung zum gelben Gürtel abgehalten. Im Mai 1998 wurde die zweite Gürtelprüfung (orange Gürtel), im Juli 2001 wurde dann die dritte Gürtel-prüfung (grüner Gürtel) und im Juni 2005 die vierte Prüfung zum blauer Gürtel organisiert.

Für alle Prüfungen wurde ein spezielles Prüfungsprogramm von den Trainern ausgearbeitet.

 

foto_jfb-17 Wolfgang Strobl (r.) mit Trainer Gerold Knapp bei einer Judovorführung

foto_jfb-16 Vorführung in Strasswalchen 2006 beim Bundesligafinale

Die Gründung der Sektion „Judo für Menschen mit Beeinträchtigung“

Im Mai 2003 nahm man das erste Mal mit der Behinderten-Judogruppe an einem inter-nationalen Turnier in München teil. Gerhard Seywald und Bernhard Hechenberger belegten erfolgreich den ersten Platz, Josef Retten-wender belegte den guten dritten Platz. Es folgten weitere Teilnahmen an internationalen Turnieren in Grenzach-Wyhlen (Deutschland) und Koper (Slowenien), welche für die Halleiner Sportler sehr erfolgreich verliefen.

Im Jahr 2005 wurde beim Judoclub Hallein/Tennengau die Sektion „Judo für Menschen mit Beeinträchtigung“ gegründet, die schließlich auch vom Salzburger Behindertensportverband aufgenommen wurde. Ebenfalls im selben Jahr besuchte die neue Sektion auf Einladung des Judoclub Neun-kirchen Schwarzatal mit 15 beeinträchtigten Sportlern ein gemeinsames Training. Im Juli 2006 nahm die Judo-Sektion mit sieben Kämpfern am internationalen Behinderten-Judoturnier in München teil.

Im März 2007 nahmen drei Starter an einem  internationalen Turnier (es starteten dort Vereine aus fünf Nationen) in Grenzach-Wyhlen teil. Abermals wurden hier sehr gute Leistungen erbracht. Anlässlich der Landesbehindertensporttage 2007 veranstaltete die Sektion einen Vergleichskampf gegen die deutschen Nach-barn aus Bayern.

Erstes internationales G-Judo-Turnier in Hallein - Premiere für Österreich

2009 starteten die Sportler der Sektion „Judo für Menschen mit Beeinträchtigung“ gemeinsam mit ihren Freunden aus Niederösterreich am Internationalen Turnier in Mühlheim (Deutschland). Wieder gelang es den Sportlern, sich im Spitzenfeld zu etablieren. Im Oktober 2009 fand in Ingolstadt (Deutschland) ebenfalls ein internationales Turnier statt, wo die Halleiner Judokas erfolgreich waren.

2010 war für die Tennengauer Judoka  ein äußerst erfolgreiches Jahr. Bei den Turnieren in Grenzach-Wyhlen, Fürstenfelbruck und Ess-lingen konnten zahlreiche Titel erkämpft werden. Weiters wurde noch bei vier Sportlern eine Gürtelprüfung abgehalten, welche auch mit großartiger Leistung bestanden wurden.

Im Jahr 2011 sorgte der Judoclub Hallein/Tennengau für eine Premiere in Österreich: Er führte erstmalig in Österreich ein Behinderten-Judo-Turnier mit internationaler Beteiligung durch: Das „Wolfgang Strobl Gedenkturnier“. Wieder einmal konnten die Kämpfer des Judoclub Hallein/Tennengau sich im Spitzenfeld platzieren. 

Im Juni 2012 veranstaltete die Sektion im Rahmen „40 Jahre BSV Salzburg“ sein zweites Internationales Judo-Turnier im Sportzentrum Rif. Mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen konnten die vereinseigenen Kämpfer auch bei diesem Turnier glänzen. Ende September 2012 gingen die beeinträchtigten Halleiner Judo-sportler in Chemnitz beim Internationalen Offenen Sachsencup an den Start und erreichten dort eine Gold- und zwei Silberme-daillen.

Der 11. März 2013 wurde für die Sektion „Judo für Menschen mit Beeinträchtigung“ ein historischer Tag: Der Fernsehsender ORF besuchte die Sektion beim Training und drehte eine Reportage darüber. Der Fernsehbericht wurde im April in „Salzburg heute“ bzw. auf ORF Sport+ im Rahmen der Sendung „Ohne Grenzen“ ausgestrahlt.

135 99 Starter beim Internationales G-Turnier 2014 in Hallein

Über zwei ereignisreiche Jahrzehnte sind vorüber gegangen

Im April 2013 nahmen drei Judoka des Sektion -  wie auch in den Jahren zuvor - bei dem mit 275 Startern sehr stark besetzten Turnier in Grenzach-Wyhlen teil. Die Kämpfer konnten bei diesem Turnier mit Plätzen auf dem Stockerl glänzen. 

Im Mai 2013 konnten die Sportler im Rahmen der Benefizgala „Kämpfen mit Herz“ vor einem kampfsportbegeisterten Publikum ihr Können unter Beweis stellen. Der Reinerlös dieser Veranstaltung kam den Schmetterlingskindern zugute. 

Bereits zum dritten Mal wurde dann im Juni 2013 das Wolfgang Strobl Gedenkturnier durchgeführt - diesmal wieder in Hallein. Ende Juni legten noch vier Sportler die Prüfung zum Gelbgurt und ein Sportler die Prüfung für den Grüngurt ab. Zweimal Gold und zweimal Bronze erkämpften die Halleiner Judoka bei der offenen bayerischen Landes-Einzelmeisterschaft, die im Oktober 2013 mit 80 Startern aus Deutschland und Österreich über die Bühne ging.

Im Juni 2014 fand im Rahmen der Salzburger Behindertensporttage das bisher größte G- Turnier Österreichs – gleichzeitig auch die Offene Bayrische Meisterschaft und vierte Wolfgang Strobl Gedenkturnier – mit 99 Startern aus Holland, Deutschland und Österreich in Hallein statt.

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