Im Frühjahr 1994 stellte sich Frau Ute Renoth (Obfrau vom Zivil-Invalidenverband Tennengau) die Frage, warum es Judo nur für Rollstuhlfahrer und Blinde gibt aber nicht für sonstig Körperbehinderte. Durch den damaligen Bürgermeister von Hallein, Herr Franz Kurz, lernte Frau Renoth den damaligen Obmann des Judoclubs Hallein/Tennengau, Herr Manfred Mayrhofer, kennen. Nach Rücksprache mit Herrn Mayrhofer, ob Interesse bestehe einen Judokurs für körperlich und geistig Behinderte zu machen, war dieser sofort damit einverstanden. Mit 4 Trainern und 11 Mitglieder der Bezirksgruppe Tennengau des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes fand am 30. Mai 1994 der erste Kurs statt.
Es dauerte nicht lange und die Regionalpresse interessierte sich für unsere Sportler. Auch der ORF zeigte Interesse und brachte Berichte im Fernsehen und im Radio. Olympiasieger Patrick Reiter und Landesrat für Kultur und Sport, Herrn Othmar Raus statteten einen kurzen Besuch ab.
Bereits im ersten Jahr wurden aus den Kursteilnehmern ordentliche Mitglieder des Halleiner Judoclubs Hallein/Tennengau. Nun standen alle Wege offen, da man auch mit Gürtelprüfungen beginnen konnte.
Im April 1997 wurde die erste Gürtelprüfung abgehalten – gelber Gürtel.
Im Mai 1998 wurde die zweite Gürtelprüfung abgehalten – orange Gürtel.
Im Juli 2001 wurde die dritte Gürtelprüfung abgehalten – grüner Gürtel.
Im Juni 2005 wurde die vierte Gürtelprüfung abgehalten – blauer Gürtel.
Mit der Zeit kamen viele Einladungen zu verschiedenen Veranstaltung, bei denen kleine Vorführungen gemacht wurde, die von allen Teilnehmern und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. (z.B Salzburger Landesmeisterschaft im Judo 1996, 40-Jahrfeier der Landesgruppe des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes in Seekirchen, Staatsligafinale in Strasswalchen 2006, etc.)
Im Mai 2003 nahm man das erste Mal an einem internationalen Turnier in München teil. Mit drei Mitgliedern traten wir an den Kämpfen an. Herr Gerhard Seywald und Bernhard Hechenberger belegten erfolgreich den 1. Platz, Herr Josef Rettenwender belegte den 3. Platz. Es folgten weitere Teilnahmen an internationalen Judoturnieren in Grenzach-Wyhlen (Deutschland) und Koper (Slowenien), welche für unsere Sportler sehr ehrfolgreich verliefen.
Im Jahr 2005 wurde beim Judoclub Hallein/Tennengau die Sektion Judo für Behinderte gegründet.
Am 15. Juli 2006 nahmen wir mit 7 Kämpfern am internationalen Judo Turnier für Behinderte in München teil, die zugleich als Österreichisches Nationalteam starteten.
Folgende Trainer sind derzeit tätig: Herr Hermann Knapp, Herr Gerold Knapp, Herr Manfred Mayrhofer, Herr Heinrich Mayrhofer und Herr Alois Lienbacher
Sportler: Herr Patrick Berger, Herr Bernhard Hechenberger, Herr Uwe HEINRICH, Frau Waltraud Karrer, Herr Harry Mayrhofer, Herr Martin Reisenbichler, Frau Ute Renoth, Herr Josef Rettenwender, Herr Herbert Seidl, Herr Wolfgang Strobl, Herr Siegfried Wollner.
Im Rahmen der Sbg. Behindertensporttage 2007 veranstaltete der Judoclub Hallein/Tennengau am 23. Juni 2007 einen freundschaftlichen Länderkampf zwischen Österreich und Deutschland im Landessportzentrum Rif.
Der Judoclub Hallein/Tennengau war mit 7 Startern für das Österreichische Nationalteam vertreten. Die behinderten Sportler boten den Zuschauern spannende Kämpfe, wobei sich die Deutsche Auswahl trotz allem klar durchsetzen konnte. Unter den Zuschauern befanden sich unter anderem der Obmann des Behindertensportverbandes, Hr. Prucher, und der Bürgermeister der Stadt Hallein, Dr. Christian Stöckl, die ebenfalls von den gezeigten Leistungen sehr angetan waren.