Manchmal schreibt das Leben auch besonders berührende Geschichten: Justament ein Mitarbeiter jenes Betriebes, in dem die Goldene Krone der „Krone“ hergestellt wird, wurde nun zum heldenhaften Lebensretter und bekam diese Auszeichnung als Dankeschön. In der GWS freuen sich nun 470 Mitarbeiter mit ihm.
Die "Krone" berichtete:
Am Donnerstag der Vorwoche war der Salzburger Magistrats-Angestellte Michael Fritz mit mehreren Mitarbeitern der Firma GWS
(früher "Geschützte Werkstätten") damit beschäftigt, beim Kreisverkehr der Fanny-von-Lehnert-Straße in der Elisabeth-Vorstadt den Winter-Rollsplitt zusammen zu kehren.
"Eine 72-jährige Salzburgerin kam mit ihrem Fahrrad zu Sturz", berichtet Gruppeninspektor Heinz Suppert vom Salzburger Unfallkommando, "und geriet direkt unter einen ÖBB Bus." Die Frau drohte von den Zwillingsreifen des Schwerfahrzeuges überrollt zu werden, doch zum Glück erkannte GWS-Mann Gerhard Seiwald (41) die Situation und zog, während Michael Fritz den Chauffeur zu stoppen versuchte, das Unfallopfer unter dem Bus heraus und rettete ihm im letzten Moment das Leben.
Kurzum: Aloisia K. überlebte, weil Gerhard Seiwald wie ein Profi reagiert hatte.
"Wir sind alle furchtbar stolz auf ihn, sagen Gerold und sein Vater Hermann Knapp, die in Hallein einen Judo-Verein für Behinderte leiten. "Gerhard ist seit 15 Jahren dabei. Er hat sogar schon Turniere gewonnen." Die Sport-Organisation bemüht sich seit langem um die Integration von Behinderten. "Wir haben fünf Trainer und 14 Sportler, auch zwei Rollstuhlfahrer sind dabei."
Über die nunmehrige Aufmerksamkeit durch die außergewöhnliche Lebensrettung freut sich auch GWS-Geschäftsführer Gustav Kofler (siehe Interview):
"Wir eröffnen im Juni unser neues Gebäude an der Warwitzstraße in Gnigl."
Gerhard Seiwald hat es gewissermaßen schon "eingeweiht": Vor lauter Freude lief er mit der Goldenen Krone durchs ganze Haus.